Tischfußball Regeln - gekürzt und vereinfacht auf Basis des ITFS-Regelwerks.

Musik: BoxCat Games - Epic Song
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Die Erfindung der 1920er-Jahre, die Fußball auf den Tisch brachte

Anfang der 1920er-Jahre besuchte der Engländer Harold Searles Thornton ein Spiel der Tottenham Hotspur und überlegte, wie er den Sport ins Wohnzimmer holen könnte. Mit einer Streichholzschachtel als Modell stellte er sich eine Miniaturversion des Spiels vor, die sich drinnen spielen ließ.

1922 reichte Thornton ein Patent für sein Design ein, das 1923 erteilt wurde. Sein Konzept sah kleine Figuren vor, die an horizontalen Stangen befestigt waren; durch Drehen und Schieben der Stangen konnten die Spieler passen, verteidigen und schießen und so das Gefühl echten Fußballs auf einem Tisch einfangen.

In Handarbeit gebaut und für die Ewigkeit gemacht

Die ersten Tischfußballtische bestanden größtenteils aus Holz. Die Figuren wurden von Hand geschnitzt, in Vereinsfarben bemalt und fest an den Stangen montiert. Die Steuerung war komplett manuell; nur durch flinkes Drehen und feines Handling ließ sich der Ball dirigieren. Jeder Tisch war ein Stück Handwerkskunst, ausgelegt auf Langlebigkeit und gleichbleibende Spieleigenschaften. Diese schlichte, aber solide Konstruktion wurde zum Grundmodell aller späteren Tischfußballtische.

Immer beliebter in öffentlichen Räumen

Mitte der 1920er-Jahre tauchten Tischfußballtische in Cafés, Bars und Spielhallen auf. Das Spiel avancierte rasch zum Ganzjahresvergnügen, gerade in Ländern mit kalten Wintern. Dank der leicht verständlichen Regeln fanden Neulinge schnell Zugang, während das hohe Tempo und der Bedarf an schnellen Reflexen Stammspieler forderten.

Die ersten Schritte über England hinaus

Thorntons Onkel, Louis P. Thornton, brachte das Design 1927 in die Vereinigten Staaten und sicherte sich dort ein Patent. Zwar setzte sich das Spiel zunächst in Amerika kaum durch, doch in Europa verbreitete sich die Idee. Deutschland, mit seiner ausgeprägten Fußballkultur und Tradition von Indoor-Spielen, gehörte zu den ersten Ländern, die Tischfußball aufgriffen.

Grundstein für künftigen Wettbewerb

Offizielle Turniere sollten noch Jahrzehnte auf sich warten lassen, doch in den 1920ern wurde Tischfußball bereits mehr als nur eine Kuriosität. Die einfachen Regeln, die robuste Bauweise und der soziale Charakter des Spiels legten das Fundament für seine spätere Entwicklung zum Wettbewerbssport. Mit der Zeit wurden Deutschland und andere europäische Nationen zu Zentren des Tischfußballs und machten Thorntons frühen Entwurf weltweit populär.

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